Ein gefalteter Geldschein wirkt persönlicher als ein Umschlag mit Bargeld – er zeigt, dass sich jemand Mühe gegeben hat, auch wenn das eigentliche Geschenk „nur“ Geld ist. Mit ein paar Falttechniken lässt sich aus einem flachen Schein in wenigen Minuten ein kleines Kunstwerk machen.

Das klassische Hemd – der Klassiker unter den Faltmotiven
Der Geldschein wird zunächst der Länge nach gedrittelt: beide Außendrittel nach innen falten, sodass ein schmaler Streifen entsteht. Anschließend werden die oberen Ecken schräg nach außen geknickt, sodass ein Kragen entsteht. Der untere Teil wird nach oben umgeschlagen und bildet den Hemdsaum, während ein kleiner, quer gefalteter Papierstreifen als Krawatte in den Kragen gesteckt wird. Dieses Motiv eignet sich besonders für Geschenke an Männer, etwa zum Geburtstag oder zur bestandenen Prüfung.
Das Herz – schnell gefaltet, große Wirkung
Für ein einfaches Herz wird der Schein zunächst diagonal gefaltet, sodass ein Dreieck entsteht, und wieder geöffnet, um eine Faltlinie als Orientierung zu haben. Anschließend werden beide oberen Ecken zur Mittellinie hin nach unten gefaltet, bis die charakteristische Herzform sichtbar wird. Diese Technik funktioniert mit jedem Scheinformat und eignet sich gut für romantische Anlässe oder als kleine Beilage zu einer Glückwunschkarte.
Die Blume – für Ostern, Muttertag oder als Frühlingsgruß
Für eine einfache Geldblume werden mehrere Scheine zunächst harmonikaförmig gefaltet – also abwechselnd nach vorne und hinten in schmalen, gleichmäßigen Streifen, ähnlich einem Fächer. Die gefalteten Streifen werden in der Mitte mit einem schmalen Draht oder Bindfaden zusammengebunden, anschließend werden die einzelnen Lagen vorsichtig auseinandergezogen und nach oben gebogen, bis eine fächerartige Blütenform entsteht. Mehrere solcher Blüten auf kurzen Holzspießen ergeben zusammen einen kleinen Geldstrauß, der sich gut mit echten Blumen kombinieren lässt.

Praktische Tipps für ein sauberes Ergebnis
Ein neuer, möglichst glatter Schein lässt sich deutlich präziser falten als ein bereits zerknitterter. Wer unsicher ist, übt die Technik zunächst an einem normalen Blatt Papier im gleichen Format, bevor der eigentliche Geldschein zum Einsatz kommt – so bleibt der Schein am Ende faltenfrei und ansehnlich. Scharfe Kanten lassen sich erzielen, indem jede Falte einmal fest mit dem Fingernagel nachgezogen wird.
Welcher Scheinwert sich eignet
Größere Scheine wie 50 oder 100 Euro bieten mehr Fläche und wirken bei aufwendigeren Motiven wie dem Hemd plastischer, während kleinere Formate wie 5 oder 10 Euro sich eher für einfache Motive wie das Herz eignen. Wer mehrere Scheine kombiniert, kann auch größere, mehrteilige Motive wie einen kleinen Blumenstrauß aus gefalteten Scheinen gestalten.
Womit man den gefalteten Schein präsentiert

Ein gefalteter Geldschein wirkt in einer offenen Geschenkbox oder auf einer Glückwunschkarte deutlich eindrucksvoller als lose im Umschlag. Wer mag, kombiniert das Faltmotiv zusätzlich mit einer kleinen, selbst geschriebenen Karte – der persönliche Text macht aus dem gefalteten Schein am Ende ein rundes kleines Geschenk.