Titelbild: redaktionelles Symbolbild.
Eine gute SEO-Agentur sollte erklären können, welches Problem sie auf deiner Website lösen will und woran ihr den Erfolg erkennt. Ein Paket mit einer festen Menge Texten oder Links beantwortet diese Fragen noch nicht. Beginne mit deinem Geschäftsziel und dem aktuellen Zustand der Website.
Was soll sich konkret verbessern?
Schreibe vor dem Erstgespräch auf, welche Produkte, Leistungen oder Inhalte wichtig sind. Ergänze Zielregion, bisherige Maßnahmen und bekannte Probleme wie nicht erreichbare Seiten oder eine frühere Domainumstellung. So kann die Agentur begründen, warum sie eine Maßnahme priorisiert.
Beispiel: Ein Handwerksbetrieb möchte mehr qualifizierte Anfragen aus seinem Einsatzgebiet. Mehr Besucher aus anderen Ländern wären dafür allein kein passender Erfolg. Ein Magazin kann dagegen informative Suchanfragen und die Nutzung seiner Artikel betrachten.
Welche Nachweise sind hilfreich?
Frage nach vergleichbaren Projekten, nachvollziehbaren Maßnahmen und der Art der Erfolgsmessung. Lass dir erklären, was die Agentur selbst umgesetzt hat und welche anderen Änderungen im selben Zeitraum stattfanden. Google rät unter anderem dazu, Referenzen zu prüfen und Rankinggarantien kritisch zu sehen. Eine erste Prüfung kann mit Lesezugriff auf die Search Console beginnen. Siehe die offiziellen Hinweise zur Auswahl eines SEO-Dienstleisters.
Ein Angebot vergleichbar machen
| Prüfpunkt | Konkrete Frage |
|---|---|
| Lieferumfang | Welche Ergebnisse erhalten wir in den ersten vier Wochen? |
| Umsetzung | Wer setzt technische Änderungen tatsächlich um? |
| Nachvollziehbarkeit | Erhalten wir ein Änderungsprotokoll? |
| Messung | Welche Seiten und Suchanfragen werden verglichen? |
| Zusammenarbeit | Welche Zugänge, Inhalte und Freigaben werden benötigt? |
Bewertet jede Antwort intern mit „klar“, „teilweise klar“ oder „offen“. Das ist eine eigene Entscheidungshilfe, kein objektives Gütesiegel. Ein niedriger Preis hilft wenig, wenn zentrale Arbeitsschritte nicht eingeschlossen sind.
Warnzeichen im Gespräch
Werde aufmerksam, wenn niemand konkrete Änderungen erklären kann, dein Geschäft keine Rolle spielt oder nur mit einer einzelnen Tool-Kennzahl argumentiert wird. Lass unklare Methoden und Zusagen schriftlich erläutern. Entscheide nicht unter Zeitdruck.
Vereinbart, wem Inhalte, Konten und Auswertungen gehören und wie die Zusammenarbeit beendet werden kann. Bewahre die Kontrolle über die eigenen Zugänge und halte Verantwortlichkeiten fest. So bleibt die Arbeit auch bei einem Dienstleisterwechsel nachvollziehbar.
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Erstveröffentlichung: 26.12.2023. Redaktionell überarbeitet im September 2026.